Open Source konnte Auswärtiges Amt nicht überzeugen

Ich selbst bin kein genereller Gegner von offener Software, im professionellen Einsatz taugt Open Source meiner Meinung nach jedoch nur sehr selten. Leider muss man sehr vorsichtig sein diese Meinung zu vertreten. Gerade als Student in Informatik. Ich stehe zwar zu meiner Meinung, einige Trollereien behalte ich jedoch lieber für mich. Sehr gefreut habe ich mich nun zu erfahren, dass das Auswertige Amt mit der jetzigen Softwarelösung nicht zufrieden ist und auf Windows umsteigen möchte.
Nicht die Funktionalität, sondern die schlechte Benutzerfreundlichkeit sei der Grund dazu. Personen die vim dem Officepaket von Microsoft vorziehen können das vielleicht nicht verstehen, normale Benutzer verzweifeln jedoch an so manchen OS-Programmen. So ging es auch den Mitarbeitern des Auswertigen Amtes. Letztendlich sollen dabei nicht die Server, sondern nur die Klienten auf Windows umgerüstet werden.
Das ist die meiner Meinung nach auch die beste Lösung. Leute die sich mit der Materie auskennen, also die Admins, benutzen freie Software, die nach belieben konfiguriert werden kann, und der Rest, der schnell und effizient Arbeiten möchte, benutzt eben benutzerfreundliche proprietäre Software. Eine Win-Win-Situation.

Quelle: Golem.de
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2 Kommentare:

linuxy.de hat gesagt…

1. Toll, Millionen Steuergelder versenkt. Win-win? Wer - außer MS gewinnt?
2. Der wahre Grund für den Wechsel: MS hat Lobbyarbeit bis zum Absinken betrieben.
3. Peinlich: das AA hat mehrere Auszeichnungen wegen seiner Vorreiterrolle in Sachen OSS erhalten.
4. Was soll so klasse daran sein, wenn ein dt. Ministerium von einem US-Konzern abhängig ist?
5. Russland, Brasilien, Frankreich oder China: OSS in allen Verwaltungen ist natürlich machbar, wenn es GEWOLLT ist.

Uli

Flo hat gesagt…

1. Linux gewinnt doch auch. Die Server behalten ja eine Linux-Distribution.
2. Hab das auch in einigen Kommentaren gelesen. Beweise dafür konnte ich jedoch nicht finden.
3. Diese Auszeichnungen sind Mittel zum Zweck und belegen keinesfalls eine gestiegene Qualität oder Produktivität.
4. Das ist ein guter Kritikpunkt. Hier haben Sie natürlich recht.
5. Hier stimme ich Ihnen auch zu. Die Frage ist nur wer es will. Die Mitarbeiter anscheinend nicht.

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