Warum Windows erfolgreich bleiben wird

Ich war schon immer ein Technik begeisterter Mensch. Ganz speziell interessierten mich Computer. So ist es nicht verwunderlich, dass ich mich von Anfang an auch für Betriebssysteme interessierte. Meine ersten Erfahrungen machte ich mit Windows 95. Ich liebte dieses System. Es war einfach zu bedienen, und für einen Anfänger wie mich stellten sich nur wenige Probleme in den Weg. Es dauerte nicht lange, da fand ich auf der Suche nach Neuem erste Forenbeiträge zu Linux. Bereits zu den Anfängen wurde Linux von zahlreichen Experten als das Betriebssystem der Zukunft gelobt. Innerhalb weniger Jahre sollte Linux Windows verdrängt haben. Ich als totaler Anfänger glaubte dem Geschwätz natürlich. Doch was ist in den letzten Jahrzehnten passiert? Überhaupt nichts. Windows sitzt immer noch auf dem Thron der Betriebssysteme für den PC. Das wird auch in Zukunft so bleiben und das aus gutem Grund.

Ich möchte in diesem Artikel kein Betriebssystem schlecht reden, wie es in jedem x beliebigen Forum von tausenden Beiträgen gemacht wird. Ganz im Gegenteil. Anhand der einzelnen Vorteile eines jeden Betriebssystemes lassen sich wunderbar Gegenüberstellen.

Die Idee zu meinem Artikel ist mir während des Lesens dieses Artikels gekommen (gefunden auf Machschlumpf). Jörn beschreibt wunderbar die Philosophie die hinter den Apple Produkten steckt. Sie sollen einfach sein und leicht zu bedienen. Der Benutzer soll sich möglichst schnell und intuitiv in dem Betriebssystem zurecht finden. Naja, diese Ideen sind allgemein bekannt und selbst für die Linuxgemeinde nicht neu. Der Author führt jedoch weiterhin aus, dass MacOS so einfach zu Bedienen ist, dass nicht einmal ein Hardwaremanager gebraucht wird. Er zitiert: "funktioniert einfach". An dieser Stelle wurde ich stutzig. Nachdem ich hunderte Beiträge von Linux-Sympathisanten gelesen habe, die darüber Lästerten wie schlecht Windows konfigurierbar wäre kommt nun einer aus einem Apple-Forum und freut sich auch noch darüber nichts mehr tun zu können. Ja, er freut sich regelrecht darüber, dass ihm aufgrund der Benutzerfreundlichkeit Freiheiten genommen werden.

Schaut man nun in das Lager der Linux-Freunde sieht die Sache ganz anders aus. Auch diese Leute benötigen keinen Hardwaremanager. Für sie nimmt er einem schon viel zu viele Freiheiten. Der richtige Linux-Benutzer konfiguriert seinen PC indem er stundenlang Konfig-Files über die Kommandozeile bearbeitet. Benutzerfreundlichkeit sieht anders aus.

Beide Extreme haben ihre Vor- und Nachteile. Doch wo steht nun das Betriebssystem von Microsoft? Mit Windows wird versucht beide Extreme zu vereinen. Es wird der Mittelweg gesucht. Genau das ist der springende Punkt. Nicht nur Buddhisten, sondern auch Microsoft liegt mit dieser Philosophie auf der richtigen Seite. Man kann es nicht jedem recht machen. Es ist also wichtig den Idealen Weg zu gehen und so möglichst viele Benutzer zufrieden zu stellen. Das ganze kann man sich wie eine Gaußkurve vorstellen. Auf der einen Seite steht Linux, dass den hardwarenahen Bereich abdeckt. Auf der anderen Seite steht MacOS, dass besonders benutzerfreundliche Bedienmöglichkeiten bietet. In der Mitte steht Windows, dass ein wenig aus beidem vereint. Die Kurve hat genau in der Mitte ihren Hochpunkt. Genau dort ist der normale Benutzer auch aufgestellt. Er möchte ein wenig von beidem.

Gerade an dem Beispiel des Hardwaremanagers lässt sich das gut demonstrieren. Hat man beispielsweise einen alten Drucker, der keine Treiber mehr für das aktuelle Betriebssystem bietet, so steht man erst einmal blöd da. Nach einer kurzen Recherche im Internet erfährt man jedoch kurze Zeit später, dass ein neuer Drucker fast baugleich aufgebaut ist und dessen Treiber auch bei dem alten gerät funktioniert. Mit MacOS steht man nun jedoch weiterhin blöd da. Mit etwas Geschickt bekommt man das Problem vielleicht noch gelöst. Mit Linux und Windows hat man natürlich mehr Glück, da man diesen Treiber auch gegen den Willen des Betriebssystems installieren kann. Doch was ist, wenn der Benutzer ein ziemlicher Anfänger ist, und keine Ahnung hat wie man die Shell bedient. Tja in diesem Fall scheidet nun auch Linux aus. Der Glückliche Sieger ist nun Windows mit seinem Hardwaremanager. Er ist einfach zu bedienen und bietet trotzdem eine gute Funktionalität.
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1 Kommentare:

NoBadCode hat gesagt…

Angeregt durch deinen Artikel habe ich nun zu dem Thema auch etwas geschrieben:

http://nobadcode.blogspot.com/2011/05/warum-windows-ein-monopol-hat-und-linux.html

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