Pixlr: Malen in der Cloud

Trotz einiger Bedenken in Sachen Privatsphäre werden Cloud-Anwendung zunehmend beliebter. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass nach Erfolgen wie Textverarbeitungsprogrammen nun auch andere Anwendungsarten in die Cloud aufsteigen.
Mit Pixlr ist es beispielsweise möglich Bilder in der Cloud zu bearbeiten. Hierbei wird jedoch nicht nur auf simple Retuschiertechniken, sondern auf ein vollwertiges Grafikprogramm mit allen dazugehörigen Features Wert gelegt.

Mit Pixlr ist es möglich Bilder wahlweise von dem eigenen Computer oder aus dem Internet zu laden. Ohne eine vorherige Installation oder einen Download kann es dann auch schon losgehen.
Wie es in Photoshop oder Gimp üblich ist kann nun nach belieben mit Filtern und Farbkorrekturen gespielt werden. Diese Standardverfahren der Bildverarbeitung stellen nun keinen großen Sprung dar. Anders wird es wenn man sich die Zeichentools betrachtet. Das wichtigste hierbei ist natürlich der Pinsel. Dieser kann nach belieben manipuliert werden. Durchmesser, Härte, Abstand, alles kein Problem. Auch können ganze Pinselsets geladen oder gespeichert werden. Pixlr liefert zudem auch selbst hin und wieder neue Sets. Grafiker, die gerne mit Brushes herumspielen, sollten kaum noch Wünsche haben.
Ein weiteres nützliches Feature ist das Lasso-Tool. Ganz besonders gefallen hat mir dabei, dass ein Bereich nicht nur umrandet, sondern auch ausgeschnitten und in ein anderes Bild eingefügt, werden kann.

Ein Nachteil von Pixlr ist jedoch noch das Fehlen von verschiedenen Farbräumen, Benutzerplugins oder Pfaden. Gerade letztere sind meiner Meinung nach schon ziemlich wichtig.

Wer keine Lust hat, sich für ein kleines Bildchen den heimischen Rechner mit irgendeinem Freewaretool zuzumüllen, oder aus irgendeinem Grund nicht darauf zugreifen kann, der sollte Pixlr eine Chance geben. Ein starker Konkurrent zu Pixlr ist im Übrigen Sumo Paint.

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