Linus Torvalds schimpft auf Gnome 3

Entwickler von Benutzeroberflächen haben es nicht leicht, besonders, wenn es sich um jene Oberfläche handelt, die für das Betriebssystem zuständig ist. Microsoft hatte hierbei lange Zeit Glück gehabt. Die neuen Oberflächen kamen bei den meisten Endanwendern gut an. Kritik gab es vor allem von Linux-Freunden, welche ziemlich häufig die Klickibunti-Oberflächen beschimpften, jedoch insgeheim neidisch waren. Das merkt man vor allem an den fehlgeschlagenen Versuchen eine hübsche Oberfläche zu kreieren. Zuerst war KDE an der Reihe. KDE 4 strotzte nur so vor "Benutzerfreundlichkeit" und Innovation. Wie gut das bei den Endanwendern angekommen ist wissen wir alle. Keiner, der ernsthaft an dem Rechner arbeiten möchte benutzt mehr KDE.


Vor gar nicht allzu langer Zeit folgte dann Gnome 3. Ich habe es selber ausprobiert. Ich habe schon eine ganze Zeit gebraucht um eine Möglichkeit zu finden den Grafikausgang über die GUI zu konfigurieren. Nachdem ich das endlich geschafft habe stürzte die ganze Oberfläche ab. Also mehr Benutzerfreundlichkeit geht ja kaum noch. Das ganze merkte auch Linux-Guru Linux Torvalds. Nach diesem Artikel von Golem bezeichnet er Gnome 3 als ein "großes Durcheinander". Ich gebe ihm da vollkommen Recht. Verwunderlich ist es jedoch nicht. Die meisten Open-Source-Projekte sind ein großes Durcheinander. Jeder frickelt eben herum wo es ihm passt. Solange es keine Persönlichkeit wie Heer Torvalds gibt, der alles koordiniert und organisiert, fliegt einem das Projekt irgendwann um die Ohren.

Doch der Meister wäre nicht der Meister, wenn er keine Lösung parat hätte. Linus selber benutzt Xfce. Xfce selbst sieht aus wie aus Windows 98 Zeiten. Einer 13 Jahre alten Oberfläche zu ähneln ist für ein Open-Source-Projekt schon ziemlich gut. Da lobe ich mir doch Aero. Nicht falsch verstehen. Nachdem was ich gesehen habe könnte Microsoft mit Windows 8 genauso auf die Schnauze fallen. Bisher ist es jedoch mein Favorit. Wir werden sehen.
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