Review: Jagged Alliance Online

Bild: Jagged Alliance
Eigentlich sollte ich für mein Studium lernen und mir keine Videos von Personen ansehen die versuchen ein Supersayajin zu werden oder den ganzen Tag mit Videospielen verbringen. Wie es der Zufall jedoch will ist die Beta von Jagged Alliance Online nun offen für alle. Da es kostenlos ist und das erste Browsergame in dieser Form spielte ich es an.
Für alle die nicht genau wissen um was es bei Jagged Alliance geht sei gesagt, dass es sich um ein rundenbasiertes Strategiespiel handelt. Man steuert ein paar Söldner indem man befiehlt wohin sie laufen oder schießen sollen. Durch eine wohl überlegte Taktik muss man es nun schaffen Missionsziele zu erfüllen. Nach jeder Mission gibt es Geld und Erfahrungspunkte. Das übliche Prinzip eben.

Zu Anfang wird man in einer Reihe von Missionen in das Spiel eingeführt. Dies ist auch zwingend notwendig. Der bereitgestellte Hilfetext auf der Homepage ist nicht sehr übersichtlich. Gerade der Gebrauch der rechten Maustaste ist anfangs etwas verwirrend. Wer dennoch nicht klar kommt oder nicht genau weiß für was die Skillpunkte gut sind kann ruhig einen Blick ins Forum werfen. Hier erledigen die User das was die Entwickler nicht geschafft haben und haben mittlerweile ziemlich ausführliche Beschreibungen bereit gestellt.
Von der Grafik her ist das Spiel wirklich super. Für ein Browsergame, dessen Inhalte dynamisch geladen werden müssen, sieht es spitze aus. Bei  mir ruckelt es ein wenig. Kann sein, dass es an meinem Laptop liegt. Da es jedoch rundenbasiert gespielt wird macht das nichts aus. Die Grafik ist 3D lässt sich nach meiner Kenntnis jedoch nicht frei bewegen. Hindernisse und Wände sind unterschiedlich hoch und nur schwer taktisch einzuordnen. Es ist manchmal nicht zu erkennen von welcher Position man getroffen werden kann und von welcher nicht. Zudem scheint es keinen Unterschied zu machen ob man sich geduckt hinter einer Mauer an den Gegner heranschleicht oder ihm direkt vor die Nase springt. Er erkennt einen so oder so. An der Steuerung des Charakters gibt es auch einiges auszusetzen. Nachdem man diese verstanden hat lässt sich zwar damit arbeiten, manchmal stehen einer Position jedoch Objekte im Weg von denen die Landmarke, auf die man gehen möchte, blockiert wird. Hier hilft es nur ein wenig mit der Kamera zur Seite zu gehen um irgendwie noch eine kleine Ecke anklicken zu können. Ein wenig nervig ist, dass die Kamera vor jedem Zug zurück auf den Charakter springt. Dadurch habe ich mich bisher unzählige Male verklickt. Die Kamera selber kann man wahlweise mit Maus oder Tastatur bewegen. Ich habe nach anfänglicher Frustration jedoch auf Tastatur umgestellt. Manchmal bemerkt das Programm das Loslassen der Maustaste nicht und hält einen irgendwie in der Kamerabewegung gefangen als ob die Taste weiterhin gedrückt wäre. Nur durch wildes Klicken auf dem Bildschirm kommt man irgendwann davon los.

Die Ausrüstung in Stand zu halten ist teuer. Meistens geht alles erworbene Geld einer Mission für das Reparieren von Waffen und Ausrüstung drauf. Richtig nervig ist es wenn man eine Mission nicht geschafft hat. Hier zahlt man ordentlich drauf.
Wie bei jedem anderen Free2Play Spiel kann man sich besondere Waffen im Shop gegen bares Geld kaufen. Ist zwar nicht unbedingt nötig für Solo-Missionen, für PVP jedoch schon. Aufregen sollte man sich darüber nicht. So finanzieren sich diese Spiele nun einmal.
Etwas nervig sind die Aktionspunkte, die hier Treibstoff genannt werden. Wie in Farmville benötigt jede Aktion wie beispielsweise das Reparieren von Ausrüstung oder das starten einer Mission diese Aktionspunkte. Innerhalb von Missionen werden diese Punkte nicht benötigt. Zum Glück dauern die Missionen einige Zeit. In dieser Zeit können die Punkte wieder aufladen. Man startet also eine Mission und verbraucht dabei einen Punkt. Während die Mission gespielt wird lädt sich dieser Punkt wieder auf und man kann die nächste Mission in Angriff nehmen. Das ganze funktioniert nur so lange, bis sich der Schwierigkeitsgrad erhöht. Nach jeder schweren Mission muss man die komplette Ausrüstung reparieren. Der Zufall entscheidet hier ob es erfolgreich ist oder nicht. Hierbei gehen fasst alle Aktionspunkte drauf. Es bleibt einem dann nichts weiter übrig als das Spiel auszuschalten und zu warten. Wie man es von Browsergames halt kennt. Gut dabei ist, dass man locker ne Stunde Spielspaß am Stück rausholen kann bevor man wieder warten muss.

Auch wenn es jetzt nicht so rüber gekommen ist macht das Spiel wirklich Spaß. Das beste Browsergame das ich bisher gespielt habe. Klar, es gibt noch viele Bugs, es handelt sich jedoch auch um eine Beta. Sobald eine Mission gestartet wurde kann man sich zudem voll und ganz auf das Spiel konzentrieren. Der ganze Misst mit den Aktionspunkten oder dem knappen Geld kann dabei vergessen werden.
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